31. Dezember 2011

Jahresrückblick 2011

Best of 2011

Nun neigt sich schon das Jahr 2011 zu seinem Ende. Ich mag es kaum glauben, denn es scheint wie im Flug an mir vorüber gezogen zu sein. Im vergangen Jahr ist viel Schönes passiert und manches Trauige, und gebacken wurde immer.

Wie in den vergangen Jahren möchte ich anstelle der in den Medien üblichen Rückeblicke auf Bankenkrisen, Erdbeben oder atomaren Katastrophen lieber auf das hinter mir liegende Küchenjahr zurückblicken. Dazu habe ich meine 12 liebsten Rezepte aus dem Jahr 2011 zusammengesucht und in einer Collage zusammengestellt. Die Entscheidung ist mir dieses Jahr nicht leicht gefallen, und so bleiben einige meiner weiteren Favoriten unerwähnt. Aber wenn ich schon Regeln mache, dann muss ich mich auch daran halten.

Beginnen wir in der oberen, linken Ecke und arbeiten uns dann von links nach rechts durch die Reihen. Die Nussecken hatte ich für ein Familienkaffee gebacken und anstelle von Aprikosenmarmelade Quittengelee zwischen Mürbeteigboden und Nussfüllung gestricken. Das gab dem altvertrauten Rezept eine neue Note. Die Süße Hörnchen sind für mich ebenfalls alte Bekannte. Sie waren schon in meinen Kindertagen eines meiner liebsten Frühstücksgebäcke. Mit einem Water Roux werden sie besonders weich und fluffig.

Paule schwärmte dieses Frühjahr von Pavlova, einem Baiser mit Sahne und frischen Früchten. Und nachdem ich mir schon so oft vorgenommen hatte, sie auszuprobieren, habe ich es nach diesen Lobeshymnen dann auch endlich getan – und musste mich fragen: Warum habe ich so lange gewartet? Ich freue mich schon auf die nächste Beeren-Saision, wenn ich sie endlich wieder backen werde.

Die Krustis gab es später im Jahr. Sie bekommen durch einen Poolish und eine lange Gehzeit über Nacht ein ganz ausgezeichnet Aroma und sind gleichzeitig wunderbar knusprig in der Kruste und weich in der Krume. Mit ihrerem rustikalem Aussehen sind sie ein Hingucker für den Frühstückstisch.

Das Madeleine-Blech habe ich gekauft, ohne zu wissen, ob ich Madeleines mag. Doch es war Liebe auf den ersten Biss und seitdem habe ich die kleinen, schnellen Kuchen schon häufiger gebacken.

Auch Scones habe ich dieses Jahr zum ersten Mal gebacken. Die Variation mit Tiefkühl-Himbeeren ist schnell gemacht und sehr lecker.

Das Kartoffel-Brot mit Walnüssen war hingegen ein Fall von Resteverwertung. Aus gegrillten Kartoffeln ist hier ein aromatisches Brot entstanden, dass sehr gut in den sonnigen Frühherbst passte.

Da ich eine großer Freund von süßen Weckchen bin, dürfen auch die Quarkweckchen bei diesem Rückblick nicht fehlen. Der Quark macht sie wunderbar saftig und gibt ihnen eine zurückhaltende Säure.

Ein ganz großer Wurf war auch mein neues, liebstes Toastbrot-Rezept. Durch die vielen Tipps und Tricks von TxFarmer ist ein wunderbar luftig-lockeres Toastbrot entstanden, dass sich hervorragend toasten lässt, aber auch ungetoastet eine gute Figur macht. Es ist zeitaufwendig und erfordert ein wenig Übung, ist aber jede Minute, die man in es investiert, wert.

Die Windbeutel mit Himbeer-Sahnefüllung hingegen sind so einfach und lecker, dass man für die Füllung eigendlich kein Rezept braucht.

Sowohl die Orangenwirbel als auch das Helles Weizen-Dinkelbrot mit Sauerteig sind an Rezepte von Martin (früher Pain de Martin, jetzt Lite mer bröd) angelehnt. Beide dürfen über Nacht gehen, dass eine bei Raumtemperatur, dass andere im Kühlschrank. In beiden Fällen hält man nach dem Backen ein geradezu köstliches Ergebnis in den Händen.

Liebe Leser, ich hoffe, ihr kommt gut ins Jahr 2012. Und wie in den vergangen Jahren, lasst mich Wilhelm Busch zitieren, der immer noch den schönsten Neujahrswunsch formuliert:

Prosit Neujahr!
Ob gut, ob schlecht, wird später klar.
Doch bringt’s nur Gesundheit und fröhlichen Mut
Und Geld genug, dann ist’s schon gut.

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3 Gedanken zu Jahresrückblick 2011

  1. Connie 1. Januar 2012

    Stefanie, you too a Happy New Year or a Sawadee Pi Mai as we say here in Thailand. 2012 will be another year of baking delicious bread

    Antworten

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