23. April 2009

Rohrnudeln

Nach meinen Brotbackabenteuer vom vorletzten Wochenende war der Tiefkühlschrank mit Brot, so dass ich dieses Wochenende nicht backen mußte (bzw. durfte). Aber heute war ich aussnahmsweise sehr früh Zuhause und hatte Zeit für ein etwas aufwendigeres Abendessen.

Auf Rohrnudeln hatte ich schon seit langer Zeit mal wieder Appetit. Mit einer Suppe als Vorspeise sind sie meine liebste süße Hauptspeise. Dazu serviere ich Vanillesauce und Apfelmuß

Wer mag, kann sie auch mit Pflaumenmuß füllen, doch ich bevorzuge die ungefüllte Variante. Weiterlesen

16. April 2009

Saatenbrot mit Levain und alten Teig

Über die Osterfeiertage haben wir das Haus meiner Eltern gehütet. Bei dem schönen Wetter haben wir natürlich die Tatsache genutzt, das wir dort einen Garten zur Verfügung hatten, aber ganz ohne Backen ging es natürlich nicht. Sauerteig, Getreide und Saaten habe ich von zu Hause mitgebracht, eine Küchenmaschine und viele Brotbackformen hat meine Mutter selbst im Schrank. Zum Glück hat sie wirklich viele Backformen, da ich das Rezept etwas unterschätzt hatte. Mit leichter Panik sah ich, wie die Schüssel der Küchenmaschine immer voller und voller wurde.  Am Ende stand ich mit etwas mehr als 3 kg Teig da. Daraus wurden 5 Brote zwischen 500g  und 1 kg und im Gefrierschrank schlummert nun ein schöner Brotvorrat.

Ich habe das Rezept jetzt halbiert, so dass es zwei Brote a 750g ergibt.

Das Rezept habe ich aus „Advanced Bread and Pastry“ von Michael Suas, nur das Roggenmehl habe ich gestrichen, und stattdessen etwas Hirse hinzugefügt. Das besondere ist, dass sowohl „alter Teig“ als auch Levain verwendet wird. Das ergibt ein sehr aromatisches, lockeres Brot. Weiterlesen

12. April 2009

Colombina

Meiner erste Begegnung mit der Colomba fand vor zwei Jahren statt, als eine italienische Kollegin nach Ostern ein italienisches Ostergebäck mitbrachte. Ein lockere, federweiche Krume unter einer Zuckerkruste, einfach lecker!  Leider konnte mir die Kollegin kein Rezept geben, ihre Colomba war vom Bäcker.

Seitdem ließ mich der Gedanke aber nicht mehr los, ich wollte so eine Taube backen. Leider sind die Papierformen in Deutschland nicht so ohne weiteres zu bekommen, wie ich zu meiner Entäuschung feststellen mußte (ausser ich würde direkt 100 Stück kaufen, was bei 1 bis 2 Colombas im Jahr doch seeehr lange reichen würde). Weiterlesen

9. April 2009

Brioche Tropézienne

Brioche standen schon seit einiger Zeit auf meiner Wunschliste. In meinem neuen Lieblings-Backbuch Advanced Bread and Pastry sind direkt drei verschiedene Grundrezepte angeben. Mit direkter Teigführung, vorfermentierter Teig und Sponge (Vorteig).

Der Vorteig war mir lieber, da ich diesen einfach über Nacht auf der Arbeitsfläche stehen lassen konnte, während ich bei dem vorfermentierten Teig nach einer Stunde diesen in den Kühlschrank hätte stellen müssen.

Und dann entdeckte ich die Variante Brioche Tropézienne. Und mir war klar, dass ich aus einem Teil des Teiges diese Brioche mit Vanillecremefüllung und Streuselbelag machen musste. Das war das perfekte Mitbringsel für das Geburtstagskaffee meiner Mutter. Weiterlesen

2. April 2009

Ciabatta

Irgendwo in Deutschland, mitten in der Nacht: Leise schleicht eine dunkle Gestalt aus dem Schlafzimmer. Der Wecker zeigt 3 Uhr. Vorsichtig werden nun in der Küche Schranktüren aufgezogen, leise Schüsseln, Hefe und Mehl hervorgeholt und ein Poolish angerührt. Dann schleiche ich zufrieden zurück ins Bett und überlege dabei, ob so etwas wohl unter „Akuten Backwahn“ fällt. Aber egal, schließlich will ich nachmittags Ciabatta backen!

Das Ciabatta, das Steve von Bread cetera mit doppelten Mehlzugabe/ doppelter Hydration gebacken hat, ist nämlich beeindruckend. Große, unregelmäßige Luftlöcher, tolle Kruste, so muss ein Ciabatta aussehen, das will ich auch! Ich habe bisher erst zwei oder drei Mal in meinem Leben Ciabatta gebacken, immer mit mäßigen Erfolg. Es gab zwar vereinzelt große Luftlöcher, aber der Großteil der Krume war gleichmässig mit kleinen und mitteleren Luftlöchern durchsetzt.

Vom Rezept her unterscheidet sich Steves Rezept gar nicht so sehr von meinen bisher verwendeten. Es gibt einen Poolish, der über Nacht bei Raumtemperatur fermentiert, und einen Hauptteig. Der Trick liegt vielmehr in der Herstellung des Teiges. Weiterlesen

27. März 2009

Nuss-Pasta

Nüsse und Saaten erfreuen sich bei uns großer Beliebtheit. Dementsprechend sammelt sich mit der Zeit in meiner Backzutaten-Kiste angebrochene Tütchen. Doch was macht man mit diesen Minimengen?

Petras (Chili und Ciabatta) Pasta „Cosa nostra“ hatte es mir angetan, doch ein Blick in den Vorratsschrank zeigte, dass nichts von alledem vorhanden war 🙁

Also war Kreativität gefragt. Und das Ergebnis war schlicht, aber köstlich. Mit einem Salat und einem Gläschen Weißwein ein perfekter Start ins Wochenende. Weiterlesen

25. März 2009

English muffins

Sie sind mir in den letzen Wochen nun zwei mal über den Weg gelaufen: hier und auch hier.  Und gingen mir nicht mehr aus dem Kopf. In Deutschland gibt es eigendlich nichts in der Art, nur die Toastis von Golden Toast. Und diese haben wir nur einmal gekauft und nie wieder. Aber die Bilder sahen köstlich aus, also dachte ich, selbstgebacken schmecken sie bestimmt gut. Und ich wurde nicht enttäuscht. Sehr lecker, ein wenig säuerlich, ein wenig süß, einfach gut.

Das Rezept ist ein Mittelding aus den Sauerteig-Muffins von Wild Yeast und dem von Le Pètrin.

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21. März 2009

Nachgekocht: Schokoladensoufflé mit Orangenaroma

Ich hatte ja schon letze Woche vor, das Schokoladensouffle von IMAfoodblog nachzukochen. Und dieses Wochenende hatte ich endlich die Zeit und Muse dazu.
Leider war ich zu langsam mit dem Fotoapperat, daher gibt es nur dieses Foto:

Man sieht, es hat uns geschmeckt 😀 Da ich mich ausnahmsweise komplett an das Rezept gehalten habe, spare ich mir das abschreiben und verweise nur auf Nicks ausführliche Beschreibung für dieses köstliche Dessert.

18. März 2009

Saatenmischbrot und Zwiebel-/ Pilz-Kuchen

Letztes Wochenende waren wir zum Geburtstag einer Freundin eingeladen. Am Abend vorher rief sie dann etwas besorgt an, da ihr aufgefallen war, dass für die Vegetarier bisher außer einem Salat und Brot noch nichts zu essen eingeplant war. Kein Problem, ich backe eine Quiche, meinte ich erfreut. Aber schon stand ich vor Entscheidungsschwierigkeiten: Zwiebelkuchen oder Pilzquiche? Und Brot backen wollte ich ja auch noch, dafür hatte ich am Vorabend schon einen Vorteig angesetzt. Also entschied ich mich letztendlich dafür, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und einen Hefeteig zu machen, den ich dann aufteilte.

Ein Drittel wurde auf ein Blech ausgerollt und zur Hälfte je mit Zwiebeln bzw. Pilzen beleget, unter den restlichen Teig wurden noch Saaten geknetet, und zwei Brote daraus gebacken. Weiterlesen

16. März 2009

BBD#18: Chapati

Ich hatte wirklich ein Problem, als ich das Thema für BBD#18 sah: Quick Breads. Mein erster Gedanke war: „Aber ich mache doch nie schnelle Brote. Ich MAG keine schnellen Brote!“

Und die vorgeschlagenen Variante Soda-Brot war nun nicht wirklich mein Fall. Brot bedeutet für mich halt Hefe und Zeit, viel Zeit. Und die anderen Vorschläge wie Muffins, Waffeln und Pfannkuchen sind in meinen Augen keine Brote in dem Sinne. Aber da ich eh Muffins gebacken hatte, habe ich diesen Post eingesandt.

Doch dann, bei der Vorbereiten eines indischen Essens, als ich die Chapati ausrollte, ging mir ein Licht auf: Das ist ein schnelles Brot! Wie gut, dass man zwei Post einreichen darf!

Das Rezept ist, gegen meine Gewohnheit, in Tassen angeben. Es stand so im Rezept und ich habe es genauso gemacht, was ebenfalls gegen meine Gewohnheiten ist. 🙂 Weiterlesen