Safransterne habe ich vor vielen, vielen Jahren (genauer gesagt 10 Jahren) schon einmal gebacken. Und als ich am 13. Dezember spontan beschloss, Lussekatter zu backen,habe ich einen Teil des Teiges abgezweigt und daraus stattdessen Sterne geformt. Wer einen Kaisersemmeldrücker hat, kann das sehr schnell machen. Ohne einen solchen Drücker kann der Teig aber auch einfach mit einer kleinen (oder halbierten) Teigkarte eingedrückt werden.
Beim Teig habe ich einige Änderungen vorgenommen: Süßer Starter als perfekten Vorteig für spontane Backaktionen, Ei statt Eigelb (somit gibt es keine Reste) und zusätzlich zu Safran und Kardamom kommt noch etwas Orangenabrieb in den Teig. Ich finde den Dreiklang aus Orange, Safran und den zitrusartigen Noten von Kardamom sehr harmonisch. Nach dem Backen werden die Sterne mit etwas Butter abgestrichen und in Zucker gewälzt, wodurch sie eine Kruste aus glitzernden Zuckerkristallen bekommen. Damit die Süße im Gebäck nicht überhand nimmt, habe ich daher die Zuckermenge im Teig entsprechend reduziert.
Und so ist aus dem Gedanken“Ich backe mal wieder Lussekatter” ein neues Rezept entstanden. Ich sage es ja, ich kann mich nicht an Rezepte halten, nicht mal an meine eigenen. Aber ich bereue es keine Sekunde, die Sternchen sind einfach zu lecker!


Im Sommer verbrachten wir ein Wochenende an der Nordsee und da die Ferienwohnung keinen Backofen hatte, lernte das Krümmelchen beim Bäcker die Köstlichkeit namens
Meine Mutter brachte vom Urlaub an der Nordsee ein köstliches Brot mit. Es war ein Weißbrot, welches mit Rosinen und feinst geschnittenem Orangeat gespickt war. Der Teig war zudem ganz leicht mit Kardamom gewürzt. Diese Art von Brot lieben sie und ich sehr (die Männer der Familie allerdings weniger), und so hatte sie auch schon ein wenig recherchiert. Das Brot hatte sie einfach unter dem Namen “Rosinenbrot” gekauft, es wird im Norddeutschen aber auch als “Klöben” bezeichnet. Der Ausdruck Klöben kommt dabei wohl von dem Begriff für “spalten, hauen, schneiden, aufschlitzen” und bezieht sich laut der 

Das Büchlein “Omas Bergische Backstube” fasziniert mich weniger wegen seiner (Standard-)Rezepte als wegen den sehr gut recherchierten Vorworten zu den einzelnen Kapiteln. Besonders das Kapitel zum Thema Brotbacken im 18.-19. Jahrhundert im Bergischen Land hat es mir (selbstverständlich) besonders angetan. Es zeugt von dem kargen Leben der Menschen, und das Dinge wie Weizenmehl (von Zucker ganz zu schweigen) zu den Luxusgütern gehörte. Da ein Pfund Weizen genauso viel kostete, wie ein Bauer an einem Tag verdiente, hieß es im Bergischen zum Thema Weizen(-misch)brot darum lange: “Christtags dann backt jedermann, Ostern aber nur wer kann, Pfingsten bloß ein reicher Mann”.