Tag-Archiv: Dinkel

31. Januar 2026

Übernacht-Bagel (Vollkorn-Variante)

Da mein momentan bevorzugtes Brotrezept mit wenig Kohlenhydraten noch im Finetuning ist, mache ich erstmal mit einem Bagel-Rezept weiter. Das Grundgerüst lieferte dieses Rezept, doch in der heutigen Version habe ich es zum einen auf Vollkorn umgestellt und zum anderen die Kohlenhydrate reduziert, indem ich 10% des Mehls durch Kürbiskern- und Leinsamenmehl ersetzt habe.

Das Kürbiskernmehl gibt dem Teig ein fein-nussiges Röstaroma, ohne aber hervorzustechen. Es ist mit einem Proteingehalt von 60% eine guter Eiweißquelle und wird euch in Zukunft hier bestimmt noch öfters begegnen. Wer aber keines daheim hat, kann es auch gut durch Mandelmehl ersetzen, muss dann aber auch etwas mehr Salz verwenden, da Kürbiskernmehl leicht salzig ist.

Die Bagel haben eine feine und saftige Krume und schmecken durch die lange Gare sehr fein. Zudem sind sie durch den den deutlich erhöhten Protein- und Ballaststoffanteil gut sättigend und lassen den Blutzucker nur langsam steigen.

In eigener Sache: Die letzte Woche war bei uns ziemlich vollgepackt mit wichtigen Terminen und da es nächste Woche genauso weitergeht, nehme ich mir das nächste Wochenende “Rezept-frei”. Wir lesen uns darum in zwei Wochen wieder. Weiterlesen

18. Januar 2026

Körner-Kartoffelbrötchen

Wer die Dreikorn-Ecken gemocht hat, dem werden auch diese Brötchen gefallen. Sie sind vollgestopft mit allem, was ich  liebe: eine Vielzahl an Saaten und Nüssen und Flocken, Kartoffel und Dinkelmehl. Eine lange, kalte Stockgare sorgt für viel Aroma. Am nächsten Morgen brauchen sie wenig Aufmerksamkeit und stehen nach anderthalb Stunden bereits auf dem Frühstückstisch. Der Teig ist ohne zusätzliches Wasser gut zu händeln. Wer aber eine etwas lockere Krume mag, kann am Ende der Knetzeit noch ein wenig zusätzliches Wasser einkneten. Dann ist der Teig allerdings merklich klebriger.

Auf der Nährstoffseite bringen die Brötchen durch den hohe Saaten- und Nussanteil weniger Kohlenhydrate und mehr Protein mit. Das ist gut, da Kohlenhydrate bei mir momentan etwas Probleme machen. Nach dem ersten Schock bastele ich aber schon an allerlei Rezepten. Der Anteil an Vollkorn-Rezepten wird darum hier in nächster Zeit merklich ansteigen.

P.S.: Hier hat die aktuelle Erkältungswelle ziemlich zugeschlagen, darum dauern Antworten auf Anfragen und Kommentare im Moment etwas länger. Bitte habt ein wenig Geduld Weiterlesen

22. November 2025

Drei(korn)ecken mit Walnuss

Es ist kalt geworden und wir spüren die Auswirkungen des nahenden Winters. Zum Glück ist die Coronawelle im Kindergarten bisher an uns vorbeigegangen (dreimal aufs Holz geklopft, dass es so bleibt!), aber auch so ein stinknormaler Erkältungsvirus sorgt dafür, dass bei uns gerade alles etwas langsamer läuft. Aber es geht schon wieder bergauf.

Die Vollkornecken mit Dinkel, Roggen und Emmer liefern an solchen Tagen Energie.  Sie bekommen ihr Aroma durch eine Mischung aus Hefe und Sauerteig und einer lange, warme Gare. Kartoffeln und ein Brühstück sorgen für Saftigkeit. Sie schmecken mir besonders gut mit Avocado und Spiegelei. Aber auch mit Butter und Honig finde ich sie sehr fein.

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25. Oktober 2025

Geister-Weckchen (Dinkelvariante)

Mit Halloween habe ich zwar weithin wenig am Hut, meine Liebe für niedliches “Gebildebrot” ist aber ungebrochen. Die lustigen Gespentersbrötchen, die mir in letzter Zeit in verschiedenen Varianten begegnet sind, fand ich ausgesprochen hübsch. Allerdings waren mir die Anleitungen zu kompliziert und in einigen Fällen auch zu ungenau. Meine Variante ist darum der Anleitung für meine Weckmänner sehr, sehr ähnlich. Das große Krümmelchen (immerhin schon ein Vorschulkind) hat damit das Formen ohne Hilfe hinbekommen.

Als Teig gibt es dieses Mal einen Dinkelteig. Der Teig kann bequem für einen halben bis ganzen Tag im Kühlschrank gehen und lässt sich sehr gut formen. Für Saftigkeit sorgt eine Portion Quark und Roggenmehl. Es ist ein feines Rezept für gemeinsame Backaktionen! Weiterlesen

22. Juni 2024

Dreikornbrötchen

In der Brötchenschublade herrschte gähnende Leere und so knetete ich Samstagabend vor dem Zubettgehen schnell einen Brötchenteig. Und da ich ein paar allerletzte Mehlreste los werden wollte, wurde daraus ein Dreikornbrötchen-Rezept mit 30% Emmer-Vollkorn, 10% Roggen und 60% Dinkel. Auch ein Kartoffel- und Malzbier-Rest wanderten in den Teig.

Die Nacht war kleinkindbedingt sehr unruhig und so dauerte es beim Aufwachen ein wenig, bis mein Kopf verstand, dass ich nicht etwa die Flurbeleuchtung in der Nacht vergessen hatte auszuschalten, sondern dass das Licht einfach strahlender Sonnenschein war.  Und nach einer kurzen Debatte mit mir selbst gewann der Wunsch nach leckeren Frühstücksbrötchen und so schlich ich in die Küche, um Brötchen zu formen. Da ich müde war, wurden meine ursprünglichen Pläne vereinfacht auf “rundschleifen und mit Schluss nach oben backen”. Und was soll ich sagen: Genau so sind sie perfekt, mit schöner Kruste und flaumiger Krume und einem leckeren Aroma. Gibt es bessere Brötchen als die, die nicht nur hübsch und lecker sind, sondern gleichzeitig auch noch allerlei Reste verwerten?

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20. Mai 2024

Emmer-Dinkel-Kanten

Dieses Wochenende laufe ich meinem eigenen Zeitplan hinterher. Aber wie das im Leben mit kleinen Kindern so ist, ist hier im Moment der nächste Schwung Viren und Bakterien nie sehr fern und so hat kommt das Rezept für das lange Wochenende halt erst am Montag. Dafür ist es ein sehr leckeres Rezept aus der Rubrik: Einfache Brötchen über Nacht. Denn das ist immer noch eines meiner liebsten Konzepte beim Wochenend-Brötchen-Backen: Abends den Teig machen, morgens eckige Brötchen abstechen, ein bisshen gehen lassen, backen und frühstücken.

Und da ich mich im Rahmen meines Frühlingsputzes im Mehlvorrat nun durch die allerletzten Reste backe, musste ich bei der Zusammenstellung der Mehle ein wenig improvisieren, und so ist der Titel Emmer-Dinkel-Kanten auch nicht ganz korrekt. Aber Emmer-Dinkel-Kanten mit kleinen Resten an Mais- und Roggenmehl ist halt ein etwas sperriger Titel oder? Weiterlesen

20. April 2024

Dinkel-Hafer-Kümmelchen

“Mal eben schnell” verträgt sich in der Regel nicht gut mit mittelschweren Schlafmangel. Und so landete vor einiger Zeit in meinen Bircher Müsli-Ansatz anstelle von Leinsamen ein guter Schwung Kümmel. Meine Nase verriet mir sofort den Fehler, aber da war der Kümmel schon in der Schüssel. Und auch wenn meine Kümmelliebe ja wirklich groß ist – im Müsli harmoniert er nicht so richtig mit Him- und Blaubeeren. Daher wanderte der Kümmel-Haferflockenmix erstmal in ein Schraubglas und ich startete einen zweiten Versuch, mein Müsli anzusetzen. Ganz vielleicht habe ich beim zweiten Versuch sogar das Etikett des Vorratsglases gelesen. Ihr wisst schon: “Wer lesen kann…”

Haferflocken und Kümmel sind am Ende in Form eines Brühstücks in Ciabatta-artige Brötchen gewandert, die eine Verwandschaft mit meinen Lieblings-Luftikussen nicht verleugnen können. Únd genau wie ihre Verwanden werden auch die Dinkel-Hafer-Kümmelchen wunderbar grobporig und saftig. Und wer keinen Kümmel mag, darf ihn auch weglassen und reduziert ein bisschen die Wassermenge, das habe ich euch im Rezepttipp genauer beschrieben. Weiterlesen

9. März 2024

Hefe-Apfelwaffeln

Apfelwaffeln zählen schon seit der zweiten Schwangerschaft zu meinen Allzeit-Favoriten. Und was liegt da näher, als diese Lieblinge anstelle von Backpulver mit Hilfe von Sauerteig und Hefe zu lockern? Wer es eilig hat, kann den Teig schon nach einer Stunde Gehzeit abbacken. Doch noch aromatischer werden die Waffeln, wenn der Teig über Nacht im Kühlschrank gehen darf.

Genau wie das Schwester-Rezept sorgt auch bei diesen Waffeln eine große Menge Äpfel für ausreichend Süße und sind so für alle geeignet, die auf (Haushalts-) Zucker verzichten möchten. Für alle Süßschnäbel kann man sie aber natürlich auch mit etwas Puderzucker bestreuen. Und so ist es ein Rezept, das wunderbar für große und kleine Naschkatzen funktioniert und nebenbei sogar laktosefrei daher kommt.

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9. Dezember 2023

Dinkelstangen

Eigentlich… eigentlich hatte ich für den Post heute einen anderen Plan. Aber alle mit kleinen Kindern wissen: der nächste Kindergarten-Virus ist nie weit. Und nachdem wir die letzten anderthalb Wochen teils parallel, teils gestaffelt flach lagen und auch immer noch nicht wieder auf der Höhe sind, wird Plan A verschoben und es gibt es stattdessen Plan B.

Das Rezept für die kleinen Dinkelstangen ist bereits im Frühling im BROT-Magazin erschienen und so langsam wird es Zeit, dass ich es auch hier mit euch teile. Es ist eigentlich ein Rezept für kleine Ess-Anfänger, daher ist in der Grundversion kein Salz vorgesehen (zum Thema Salz und Babys habe ich hier schon einmal etwas geschrieben). Aber aus der Erfahrung der letzten Monate heraus kann ich sagen: Wenn man die Stangen für Erwachsene backen möchte, geht das hervorragend, indem man zum einen etwas Salz zum Teig hinzufügt und die Stangen zum anderen mit etwas Sesam bestreut. Dann hat man nämlich sehr feines Knabbergebäck, das sogar rein zufällig vegan ist. Wer neben der ganzen süßen Weihnachtsbäckerei etwas herzhafteres knabbern möchte, ist darum hier an der richtigen Stelle.

In eigener Sache: Da ein Plugin seit dem letzten WordPress-Update massive Probleme bei der Handy-Darstellung gemacht hat, habe ich in der letzten Wochen im Hintergrund ein wenig gebastelt und neu gestaltet. Von daher würde mich von den Handy- und Tablet-Nutzern unter euch ein Feedback zur Seitendarstellung, der Bedienbarkeit und Lesbarkeit der Menüs (oben neben dem Logo) freuen. Für die Desktop-Benutzer sollte alles beim alten geblieben sein.

Und falls irgendjemand leicht verzweifelt auf eine Antwort von mir wartet: Ich habe die letzten Tage versucht, den Kommentar-Stau aufzuarbeiten, kann aber nicht ausschließen, dass mir etwas durchgerutscht ist. Darum meldet euch einfach nochmal kurz bei mir, wenn eine Antwort austeht 🙂

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28. Oktober 2023

Vegane Hefewaffeln

Manchmal brauche ich ein wenig Zeit, um Rezeptwünsche umzusetzen. Bei anderen Leserwünschen geht es ratz-fatz, weil das Rezept gerade gut in unseren Alltag passt. So geschehen bei der Frage nach einer veganen Variante der Hefewaffeln: erst drehten die Ideen zwei, drei Tage ihre Runden durch meinen Kopf und dann habe ich sie auch schon ausprobiert.

Anstatt Ei habe ich mich für Aqua Faba im Teig entschieden. Als Aqua Faba bezeichnet man die Kochflüssigkeit von Hülsenfrüchten. Ich verwende dafür die Flüssigkeit von Kichererbsen-Dosen oder Gläsern. Durch die enthaltenen Proteine im Kochwasser lässt sich das Aqua Faba zum einen wie Eiweiß aufschlagen, es kann aber auch die emulgierenden Eigenschaften des Eis ersetzen, z.B. in einer Mayonnaise. Da bei diesem Rezept recht viel Fett im Spiel ist, fand ich die emulgierenden Eigenschaften besonders wichtig. Ansonsten ist in Abweichung zum Ursprungsrezept ein wenig Mandelmus für das Aroma im Teig. Der Rest entspricht dem vertrauten Schema und funktioniert so ganz fantastisch.

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