Kategorien-Archiv: Kuchen und Gebäck

6. Juli 2014

Johannisbeer-Schokoladenbiskuit-Schnitten

Johannisbeer-Schokoladenbiskuit-SchnitteDieses Jahr ist ein Beerenjahr. Im Garten meiner Eltern bogen sich die Sträucher unter der Last der reifen Johannisbeeren. Eine erste Ladung hatte ich schon vor zwei Wochen gepflückt und zu Gelee verarbeitet. Doch es war kaum zu erkennen, dass tatäschlich schon etwas geerntet wurde. Und so habe ich am Freitagabend zwischen zwei Gewitterschauern noch schnell eine zweite Ladung gepflückt. Das meiste davon habe ich geputzt und eingefroren, doch ein kleiner Teil wurde direkt in einen Kuchen verarbeitet.

Das Rezept habe ich bei Petra entdeckt, die es wiederum aus einer Apothekenrundschau hat, allerdings habe ich den Biskuit im Zuge der Resteverwertung deutlich abgewandelt und einen Rest geriebene Mandeln und Schokolade eingebaut, ähnlich wie bei diesem Nusskuchen. Auch die Creme entspricht nicht mehr dem Orginal, denn da ich es eh von Gelatine auf Agar hätte umstricken müssen habe ich direkt auf ein altbewährtes Vanillecreme-Rezept zurückgegriffen.

Auch wenn am Ende nur die Idee gleich geblieben ist, der Kuchen ist fantastisch! Süße und Säure sind sehr harominsch ausgeglichen und mit etwas Schokolade macht man eh nie ewas falsch!

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19. Juni 2014

Pfirsch-Törtchen mit rotem Herz

Pfirsich-Himbeer-Törtchen (2)

Beim Sichten des Gefrierschrankes fielen mir Pfingsten einige Johannisbeeren des Vorjahres sowie einige Pfirsich, die sich im Februar scheinbar vor mir versteckt hatten, in die Hände. Schnell war mir klar, dass ich daraus einige kleine Törtchen zaubern könnte.

Dabei habe ich dieses Mal den Biskuit nach Matthias Ludwigs ausprobiert. Er schlägt das Eiweiß mit der Stärke zu Schnee  und gegen jede Erwartung ließ sich das Eiweiß tatsächlich mit der Stärke zu Schnee aufschlagen! Ansonsten bin ich bei der Moussefüllung wieder eigene Wege gegangen.

Aufgrund des warmes Wetters habe ich meine Törtchen für vier Stunden eingefroren, und selbst dann waren sie nach einer 15 minütigen Autofahrt im heißen Auto schon fast zu warm geworden. Aber dafür konnten wir sie dann mit meinen Eltern im Schatten auf der Terrasse genießen, zusammen mit Eiskaffee, Ingwer-Basilikum-Limonade und einem köstlichen Kaltauszug aus Holunderblüten!

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18. Mai 2014

Rhabarber-Pudding-Streuselkuchen

Rhabarber-Pudding-Streuselkuchen

Manche Rezeptideen entwickeln sich spontan. Als mich meine Lieblingskollegin am Donnerstag fragte, ob ich ein Rezept für einen Rhabarber-Streuselkuchen hätte, musste ich direkt an den herrlichen Pudding-Streusel denken. Vanille und Rhabarber sind für mich eine Traumkombination und so schlug ich vor, diesem Kuchen Rhabarber als eine weitere Schicht hinzufügen. Nach kurzer gemeinsamer Überlegung war der Plan klar: Rhabarber ganz kurz aufkochen lassen und abbinden, und dann auf dem Vanillepudding verteilen. Beim Einkaufen lachte mich abends dann der Rhabarber an und so beschloss ich, am Wochenende ebenfalls einen Rhabarber-Pudding-Streuselkuchen zu backen. Und die Entscheidung habe ich nicht bereut, denn der Kuchen schmeckt traumhaft lecker!

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14. Mai 2014

Haselnuss-Kekse mit Einkorn

Haselnuss-Kekse mit Einkorn (1)

Ich liebe schlichte Kekse ohne viel Tam-Tam. Einige wenige, gute Zutaten, die allein durch ihr Aroma zu überzeugen wissen, reichen dabei völlig aus. So wie bei diesen nur dezent süßen Keksen, deren nussiges Haselnussaroma sehr gut vom Geschmack des Einkorn-Mehls unterstrichen wird.

Das Rezept ergibt eine große Menge Teig, doch man kann die Teigrollen sehr gut einige Tage im Kühlschrank oder einige Monate im Gefrierschrank lagern und nach Bedarf backen. Wichtig finde ich , dass man die Teigscheiben für die Kekse dünn genug schneidet, denn nur dann bekommt man die richtig knusprig-mürbe Kekse.

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20. April 2014

Colomba pasquale

Colomba (2)

Schon als ich vor fünf Jahren die kleinen Colombinas gebacken habe, war ich eigendlich auf der Suche nach der tradionellen Papierbackform für die Colomba pasquale. Als ich dieses Jahr wieder keinen deutschen Onlinehändler fand, habe ich in den sauren Apfel gebissen und eine Colomba-Silikonform bestellt, obwohl ich kein großer Freund von Silikonform bin. Sie wurde pünktlich geliefert und so musste ich meinen Süßen Starter nur noch auffrischen.

Da ich mit Rosinen und Orangat dem Liebsten keine Freude mache, habe ich mich für eine Füllung aus Schokoladentropfen und Krokant entschieden, was auch gut zu meiner Erinnerung an meine erste Colomba passt, die eine italienische Kollegin nach Ostern von Zuhause mitbrachte und die mit Schokolade gefüllt war. Der Teig ist dem Teig meines Pandoros sehr ähnlich, nur auf das eintourieren der Butter habe ich verzichtet. Zu meinem Erstaunen ließ sich die Colomba ohne Probleme aus ihrer Backform lösen (ich hatte da die schlimmsten Befürchtungen).

Als sie endlich soweit abgekühlt war, das wir sie anschneiden konnten, folgte ein Moment der puren Verzückung. Die Krume, unglaublich langfasrig und leicht wie eine Feder, schmilzt fast schon auf der Zunge, die Mischung aus Zartbitterschokoladestücken und Mandelkrokant sorgt für kleine Aromaexplosionen. Eine wahre Traum-Taube!

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6. April 2014

Himbeer-Charlotte

DSC_4885Im April kommen in unserer Familie die Geburtstage Schlag auf Schlag (und zwar auf beiden Seiten). Allein in der ersten Aprilwoche haben wir drei Geburtstagskinder in vier Tagen, und so gab es am Wochenende eine große Geburtstagsfeier für drei. Und das führte wiederrum dazu, dass ich das Wochenende mit Kuchenbacken verbracht habe. Meine Schwester wünschte sich eine Himbeertorte, und so habe ich mich für eine leichte Himbeer-Charlotte entschieden.

Da ich keine Creme gefunden habe, die mir zu 100% gefiehl, habe ich mir eine Creme zusammengebastelt. Angelehnt ist sie an zwei meiner Lieblings-Himbeerfüllungen. Der zusätzliche Joghurt gibt der Creme die benötigte Leichtigkeit.

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23. März 2014

Pudding-Streuselkuchen

Pudding-Streuselkuchen

Über meine Liebe zu Streuselkuchen habe ich ja schon berichtet. Kann es noch etwas besseres geben?

Ja.

Kann es.

Streuselkuchen mit einer dünnen Schicht cremigen Vanillepuddings.

Die Inspiration dafür habe ich bei Jutta gefunden, die den Pudding-Streusel ihrerseits bei Manuel entdeckte. Bei Teig und Streuseln bin ich meinen Lieblings-Streuselkuchen-Rezept treu geblieben, nur dass sich jetzt eine Schicht selbstgekochten Vanillepudding zwischen Teig und Streuseln befindet. Saftig, locker, zum Niederknien lecker!

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15. März 2014

Birnen-Schokoladen-Tarteletts

Birnen-Schokoladen-Tarte 2Eine Kombination, die für mich unschlagbar ist, ist Zartbitterschokolade und Birne. Und wenn in der Küche ein paar Birnen schnell verbraucht werden müssen, ist es fast immer diese Kombination, auf die ich zurückgreife.

So auch vor einigen Wochen, als ich nach der Apfel-Birnen-Grütze eine Verwendungsmöglichkeit für anderthalb Birnen suchte. Und schon bald war ein Mürbeteig mit Kakao und Rohrohrzucker geknetet und ruhte im Kühlschrank, während ich die Birnen garte und die Schokoladenfüllung zubereitete.  Die Füllung habe ich mit etwas Tonkabohne und Zimt abgeschmeckt, was ihr eine besonders feine Note gibt.

Zum Backen der Tarteletts habe ich meine Tarte-Ringe verwendet (ein Mitbringsel vom letzten Frankreichurlaub). Man kann aber auch gut normale Tartelettförmchen mit Hebeboden nehmen, wie es sie im Moment etwa beim Kaffeeröster gibt.

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23. Februar 2014

Pfirsich-Maracuja-Mousse-Törtchen

Pfirsich-Maracuja-Mousse-Törtchen

Eigentlich ist Februar die falsche Jahreszeit für Pfirsiche. Aber wenn sich im Tiefkühler noch ein Kilo herrlichster, von der Kollegin handgepflückter Pfirsiche versteckt und im Kühlschrank drei Eiweiß auf ihre Verwendung harren,  dann ist ein leichtes Pfirsich-Maracuja-Törtchen genau das richtige, um ein sommerliches Gefühl in dunkle Wintertage zu zaubern.

Die Törtchen folgen meiner Vorliebe für Fruchtmousse-Törtchen: Auf einem dünnen Biskuitboden kommt erst eine Schicht aus Pfirsch-Gelee mit Fruchtstücken, dann folgt die Mousse und den Abschluss bildet ein sonnengelber Maracuja-Spiegel. Fruchtig und leicht schmeckt das Törtchen an grauen Wintertagen bestimmt genausogut wie an sonnendurchfluteten Sommertagen.

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11. Februar 2014

Gaufres de liège mit süßem Starter

Gafrauge de liege mit süßem Starter

Damit mein süßer Startertriebstark bleibt und sein mildes Aroma behält füttere ich ihn einmal in der Woche. Doch was machen mit dem Überschuss an Starter, wenn man damit gerade kein Brot, Baguette oder Germknödel backen möchte?

Ich finde Waffeln sind in diesem Fall immer eine gute Idee. Und da ich eine große Schwäche für Lütticher Waffeln bzw. Gaufres de liège habe ich mein Rezept dafür so umgebaut, dass man sie allein mit süßem Starter backen kann. Das Unterkneten von Ei und Butter in den Vorteig ist zwar eine etwas klebrige Angelegenheit. Wer das nicht von Hand machen mag, sollte auf den Handrührer oder die Küchenmaschine ausweichen.

Die Waffeln schmecken so mindestens genausogut wie das Orginal, vielleicht durch den aromatischen Vorteig sogar etwas besser. Das einzige Problem, dass ich jetzt habe, ist mein sehr preisgünstiges (wenn nicht zu sagen billiges) Waffeleisen mit auswechselbaren Platten, dass nach fünf Jahren der Plastik bereits anfängt zu zerbröseln. Ich brauche also dringend ein neues Waffeleisen, gerne wieder mit auswechselbaren Platten, die waren so praktisch. Über Waffeleisen-Empfehlungen würde ich mich sehr freuen!

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