Manchmal müssen einfach Reste verbraucht werden. Nach der Inventur meiner Mehlkiste haben die Mutter des Liebsten und ich direkt bei ihren Backzutaten weitergemacht. Dabei förderten wir Mohn und verschiedene Nüsse zutage, die geradezu danach schrien, verbacken zu werden. Und so haben wir trotz muckeliger 35°C spontan einen Hefeteig geknetet und nach bewährtem Schema eine Füllung gezaubert.
Ein Vorteil bei dem warmen Wetter ist, das die Stockgare geringfügig kürzer ausfallen konnte. Bereits nach 30 Minuten waren die Schneckchen in der Auflaufform so hoch aufgegangen, dass ganz schnell der Ofen angeheizt werden musste. Nach dem Backen warteten wir nicht lange, sondern haben die Schnecken noch ofenwarm an einem schattigen Plätzchen vernascht.
Ich könnte dieses Brot auch auch ganz prosaisch “Reste-Brot” nennen. Das würde dem locker-aromatischen Brot allerdings in keinster Weise gerecht. Es stimmt aber schon, dass ich dafür allerlei Mehlreste der letzten Monate zusammengetragen habe: Da ist etwa das Einkornmehl, dass hinter die Aufbewahrungsbox gerutscht war. Oder die Tüte mit der Mini-Menge Dinkelmehl. Und einen Rest Roggenmehl konnte ich auch noch hervorzaubern. Die fehlende Mehlmenge ergänzte ich mit Weizenmehl und schon hatte ich genügend Mehl für mein Brot zusammen.
Fast fünf Jahre sind vergangen, seit ich meine liebsten Rezepte im Blog zu einem Buch zusammengefasst habe. In dieser Zeit haben sich etliche neue Lieblinge im Blog angesammelt. Und so habe ich mich im vergangen Jahr erneut daran gemacht, meine Rezepte zu sichten und in Buchform zu bringen. Ein neuer Theorieteil musste natürlich auch geschrieben werden, damit das Buch auch ohne Teil eins benutzbar ist.
Nach einem in weiten Teilen bisher guten, aber an verschiedenen Stellen auch sehr anstrengenden Jahr bin ich Ferienreif. Da ich auch noch das eine oder andere Blog-Projekt im Hintergrund am Laufen habe, werde ich mir bis September mehr Online-Pausen gönnen, um Kräfte zu tanken.
Pizza habe ich schon in vielen Varianten gebacken. Da ich aber immer gerne neues ausprobiere, gibt es heute eine Variante mit einem relativ festen Teig und mit süßem Starter.
Wenn zwei ganz liebe Menschen heiraten, dann ist die Freude riesengroß. Und wenn sie dann aber so weit weg wohnen, dass ich nicht mal eben mit einem Korb mit Brot und Salz vorbeifahren kann, dann bleibt nur eines: Brot verschicken.
Immer wieder überrascht es mich, wie weit
Inspiration ist eine seltsame Sache. Im Fall der Vollkorn-Dinkel-Bagel stand ich vor einem Werbeplakat für “toGo”-Produkte und meinte zum Liebsten: “Bagel könnte ich auch mal wieder backen…” Daheim lachte mich dann die Tüte mit dem Vollkorn-Dinkelmehl an und schon war das Rezept geboren.
