Kategorien-Archiv: Hauptgericht

29. Juli 2015

Pide mit Mangold-Tomaten-Füllung

PideZorra lädt diesen Monat ein zum Fladenbrot-backen für den Bread Baking Day. Da wir herrlichen Mangold aus dem elterlichen Garten mit nach Hause gebracht hatten, entstand schnell die Idee, Pide damit zu füllen. Teigrezepte für Pide gibt es wie Sand am Meer, allen gemein ist eine hoher bis sehr hoher Ölanteil. Bei mir kommt zudem Milch in den Teig, was nochmal das Aroma abrundet. Und da es die Pide spontan zum Abendbrot geben sollte, gibt es keinen Vorteig, aber zumindest einen großen Löffel Sauerteig zur Abrundung des Aromas.

Der hohe Ölanteil sorgt aber nicht nur für eine zarte Krume, er erschwert auch die Glutenentwicklung beim Kneten. Daher wird der Teig lange bei langsamer Geschwindigkeit geknetet. Verarbeiten lässt er sich dann ganz fantastisch! Und die Pide sind köstlich sowohl warm als auch kalt. Und die Füllung ist wandelbar, und kann z.B. auch mit Spinat gemacht werden.

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29. Juni 2015

Falafel

Falafel (1)Nach bestandener Doktorfeier gibt es bei uns im Labor immer etwas Leckeres zu Essen, denn sowohl der frisch gebackene Doktor als auch alle andere brauchen eine Stärkung nach der Aufregung der Prüfung. Für die letzte Prüfung sollte es ein rein vegetarisches Büffet geben und ich hatte Falafel versprochen. Und so saß ich morgens um acht in der Kaffeeküche und formt Falafel. Ich brauchte 45 Minuten für 100 Stück und irgendwo in der Mitte fragte ich mich dann, ob ich es nicht doch mit der Menge übertrieben hatte.

Als die Falafel dann aber auf dem Buffet standen, waren sie schnell verschwunden und die Frage nach dem Rezept kam auf. Ob es auf dem Blog steht? Da noch nicht, aber jetzt schon :-)

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5. Januar 2015

Samosa

Samosa

Eigendlich geht es in diesem Blog um Brot und andere Leckereien und nicht um Politik. Aber ähnlich wie Eva lassen mich die Pegida-Proteste ratlos und auch fassungslos zurück. Auch fast vor meiner Haustüre, in Köln, will der Ableger heute demonstrieren. Aber es gibt auch Widerstand und auch ich möchte laut in die Welt hinausrufen: “Ihr seid nicht das Volk! Ihr vertretet nicht die Mehrheit!” Wer Seite an Seite mit Rechten und Neonazis demonstiert, bewegt sich nicht mehr in der Mitte der Gesellschaft, sondern steht am rechten Rand.  Und darum folge ich dem Appell von Sherry und äussere zum ersten Mal, seit es diesen Blog gibt, in diesem Rahmen eine politisch Meinung. Denn ich möchte für ein weltoffenes Deutschland einstehen, in dem jede(!) andere Kultur wertgeschätzt wird, und in dem alle eine Heimat finden können. Ein Deutschland, in dem wir nach der Menschenrechtserklärung handeln:

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.

In meiner kleinen Ecke der Welt läuft das Erfahren anderer Kulturen oft auch über den Kochtopf.

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28. November 2014

Champignoncremesuppe

Champingonsuppe

Sobald die Aussentemperatur unter 10°C fällt, werde ich zum Suppenkaspar. Dieses Süppchen ist bei dem Wetter der vergangenen Tage genau das richtige, um wieder etwas Wärme in kalte Füsse und Hände zu bekommen.

Das erste Mal haben wir sie bei meinem Schwesterchen gegessen, dort habe ich auch das hübsche Foto gemacht. Danach gab es sie aber auch schon öfters bei uns, denn die Suppe ist schnell gemacht und damit auch ein tolles Abendessen. Dazu noch eine Scheibe Baguette oder ein Stück Weizenmischbrot und schon bin ich zufrieden.

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27. September 2014

Feigen-Pecorino-Ravioli

Feigen-Pecorino-Ravioli Wir waren dieses Jahr in der Nähe von Plön im Urlaub. Neben einer wunderschönen Landschaft, die wir sehr genossen haben, gab es in Plön ein sehr hübschen kleinen Wochenmarkt. Und auf diesem Wochenmarkt gibt es neben Ulrikes Käsehändler mit tollem Sortiment auch eine Pastastand mit handgemachten Ravioli. Und dort haben wir uns in ganz köstliche Feigen-Pecorino-Ravioli verliebt. In den zwei Wochen unseres Urlaubs gab es an jedem Markttag diese leckeren Nudeln zum Mittagessen. Sogar am Tag der Abreise mussten wir nochmal schnell einen Schlenker machen, um uns ein letztes Mal eine Portion für Zuhause einpacken zu lassen.

Wieder daheim haben wir dann sofort beschlossen, die Nudeln nachzubasteln. Natürlich schmecken unsere Ravioli etwas anders als das Orginal, aber trotzdem köstlich. Die feine Süße der Feigen harmoniert wunderbar mit dem würzigen Pecorino und Mascarpone verleiht dem Ganzen eine milde Cremigkeit. Da braucht es ausser ein wenig gebräunter Butter, geriebenen Pecoriono und einem Salat als Beilage nichts weiter für den Genuss.

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27. April 2014

Bärlauch-Gnocchi

Bärlauchgnocchi

Gnocchi gehen bei uns immer. Und Bärlauch auch. Da liegt eine Kombination aus Gnocchi und Bärlauch auf der Hand.

Und so haben wir beim gemeinsamen Kochen mit meiner Schwester Gnocchi gemacht. Diesesmal haben wir sie nicht nicht mit der “faulen” Methode, bei der ein Teigstrang einfach in Stücke geteilt wird, gemacht sondern richtige Gnocchi geformt und sie über eine Gabel gerollt, um Rillen zu formen. Ein tolles Video dazu hat Petra vor einiger Zeit verlinkt. Wenn einer die Gnocchi vorformt und zwei sie über die Gabel rollen, geht das erstaunlich flink von der Hand. Besonders gut funktioniert das Rollen, wenn man die Gabel und die Finger hin und wieder anfeuchtet.

Zu den Gnocchi gab es bei uns ein Pilzragout und Salat, es war ein leckeres Essen und ein ganz entspannter Familientag!

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28. März 2014

Dampfnudeln (im Ofen gebacken)

Dampfnudel 3

Mich gelüstete es schon seit längerer Zeit nach im Ofen gebacken Dampfnudeln. Die gab es recht oft zum Mittagessen, als ich noch klein war. Doch für den Liebsten geht Süßes nicht als Hauptspeise durch, und darum gibt es sie bei uns nur sehr selten.  Dabei liebe ich sie sehr, besonders den leicht klebrigen, etwas karamellisierten Boden esse ich sehr gerne.

Und darum habe ich sie jetzt nur für mich gebacken.

Dieses Mal habe ich sie mit süßem Starter und etwas Hefe gemacht. Sie sind wunderbar flaumig weich geworden und sehr hoch aufgegangen. Mit etwas Pflaumenmus oder Vanillesoße ein wahrer Traum für Süßschnäbel!

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5. Januar 2014

Ofenschlupfer mit Vanillesoße

Ofenschlupfer

Eigendlich müßte ich unser heutiges Mittagessen gar nicht verbloggen, denn mein Rezept für Ofenschlupfer habe ich schon vor mehr als zwei Jahren gepostet. Aber da es sich dabei um mein Lieblings-Resteessen handelt, kann ich nicht oft genug betonen, wie lecker es doch schmeckt! Und da sicher nicht nur bei uns über die Feiertage die eine oder andere Scheibe trockenes Brot angefallen ist, habe ich beschlossen, diesen wenig arbeitsaufwendigen Auflauf nochmal ins Rampenlicht zu schubsen. Und da ich wegen meines heftigens Infekts eh nicht fit genug für anstrengende Brotback-Aktionen bin, kommt so wenigstens was leckeres auf den Tisch (sowohl virtuell als auch real).

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16. Juni 2013

Pizzateig (Übernacht-Variante)

Pizza(3)

Ich weiß, ich weiß … es gibt in diesem Blog bereits mehr als ein Rezept für Pizzateig. Aber dieser Teig hier ist so einfach und lecker, denn konnte ich nicht verschweigen.

Und dabei ist es eines dieser “Was ist noch im Küchenschrank”-Rezepte, entstanden an einem Sonntagabend, als  ich noch auf die Schnelle einen Pizzateig für den nächsten Tag ansetzen wollte. Ein Rest Dinkelmehl lachte mich an und wanderte spontan in den Teig, dieser wurde einige Male gefaltet und wanderte dann für 24 Stunden in den Kühlschrank. Schnell, simpel unkompliziert.

Am nächsten Abend, nach einem langen Arbeitstag, zeigte sich, wie gut diese spontane Eingebung war. Durch das Dinkelmehl lässt sich der Teig besonders gut in Form ziehen, die lange und kalte Gare macht ihn sehr aromatisch und sorgt dafür, dass er beim Backen herrliche Blasen wirft.

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3. Februar 2013

Herzogin-Kartoffeln

Herzoginkartoffeln

Hier habe ich mich noch über meinen Spritzbeutel beklagt. Doch das Christkind hatte Erbarmen und so lag unter dem Weihnachtsbaum ein schöner, stabiler Spritzbeutel mit Edelstahl-Tüllen.

Auf der Suche nach einem Rezept für die Einweihung des Spritzbeutels fiehlen mir schließlich Herzogin-Kartoffeln ein. Bislang gab es sie eher selten bei uns, der Kampf mit dem Spritzbeutel hielt mich immer ab.

Aber jetzt, mit meinem tollen Weihnachtsgeschenk…? Also wurden Kartoffeln gekocht und gepellt und durch die Kartoffelpresse gedrückt, zu einem Teig gerührt und dann in den Spritzbeutel gefüllt.

Trommelwirbel, Auftritt des neuen Spritzbeutels…

Was soll ich sagen? Ein Traum, innerhalb kürzester Zeit hatte ich alle Herzogin-Kartoffeln gespritzt und das mit fast unmerklichen Kraftaufwand! Vernünftiges Werkzeug ist doch einfach durch nichts zu ersetzen. Danke, liebes Christkind!

Und die Herzogin-Kartoffeln sind auch gut gelungen, knusprig und goldgelb, da habe ich dann auch darauf verzichtet, sie noch mit Eigelb zu bestreichen.

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