Wenn sich die Quitten im Garten meiner Eltern goldgelb verfärben sind wir mitten im Herbst. Und in unserer Wohnung duftet es in diesen Tagen immer ein wenig feinherb, denn ich plaziere die Quitten strategisch in Küche und Wohnzimmer, damit ich möglichst lange ihr wunderbares Aroma genießen kann.
Ein Teil der Quittenernte wird natürlich auch sofort verarbeitet, damit der Geleevorrat für den Winter gefüllt ist. Bei Quitten ist das Gelee-Kochen besonders einfach, da diese Früchte sehr viel Pektin enthalten. Um auf der sicheren Seite zu sein, verwende ich immer auch einige noch grüne Quitten, da sie noch mehr Pektin enthalten als die reifen, gelben Früchte. Auch die Schale und das Kerngehäuse enthalten besonders viel Pektin und so bin ich beim entsaften ganz entspannt und versuche erst gar nicht, die Früchte zu schälen oder gar zu entkernen. Sie werden geachtelt und gut ist! Dafür werden die Früchte lange geköchelt, denn damit bekommt das Gelee am Ende seine schöne Farbe, die von einem tiefen Bernstein bis zu Rot reichen kann. Meiner Erfahrung nach wird die Farbe umso dunkler, je länger man die Quitten kocht.
Das Geleekochen selbst ist mit dem so hergestellten Quittensaft ein Kinderspiel. Mit Zucker und etwas Zitronensaft vermischt muss der Saft etwa 5 min kochen, dann ist das Gelee bereits schön fest!
Wie ich auf die Reformationsbrötchen gestoßen bin, weiß ich nicht mehr. Allerdings weiß ich, dass sich das Gebäck in meinem Hinterkopf festgesetzt hatte und so habe ich es passend zum 31. Oktober gebacken.
Neben Äpfel sind für mich auch Walnüsse ganz klar mit dem Herbst verknüpft. Und das schönste Herbstwetter mit strahlendblauen Himmel, buntleuchtenden Bäumen und raschelndem Laub weckte die Lust auf ein Nussbrot. Das Brot ist das dritte Geschwisterchen vom
Im Moment duftet unsere gesamte Wohnung nach Apfel. Neben einer großen Kiste “Jakob Lebel”, der bis zur Weiterverarbeitung im Flur geparkt wurde, steht im Wohnzimmer eine große Schale frisch gepflückter Sternrenetten. Das ist auch so ein Apfelschätzchen aus alten Zeiten: aromatisch, duftig, lecker. Und dann noch diese leuchtend rote Farbe! Da ist es doch wohl klar, dass ich direkt einen Apfelkuchen backen musste. Und da ich meine funklelnagelneuen kleinen Tartelettringe ausprobieren wollte, habe ich mich für ein Rezept aus Matthias Ludwigs “Törtchen und Torten” entschieden (mit ein paar kleineren Änderungen).
Auch das passiert manchmal bei uns: der Gefrierschrank ist leer, obwohl ich überzeugt war, das da noch Frühstücksbrötchen sein sollten. Und um neun Uhr abends setze nicht mal ich noch einen
Das Rezept ist in Grundzügen ein Resteverwertungs-Rezept: In der Küche stand noch die angebrochene Flasche Malzbier vom
Schon immer habe ich versucht, so wenig Lebensmittel wie möglich wegzuwerfen. Und seit ich Brot backe, achte ich noch viel mehr darauf, dass kein Brot verschwendet wird. Natürlich wird manches Mal Brot altbacken oder es bleiben Brötchen übrig. Und dann wird das Brot getrocknet und später zu Semmelbröseln vermahlen (das geht nicht nur mit der elektrischen Reibe sondern auch im Mixer) und die Brötchen werden in möglichst feine Scheiben geschnitten und eingefroren. Denn seit ich selbstgebackene Brötchen verwende, habe ich nicht mehr das Problem, dass sich meine Knödel im Kochwasser in Wohlgefallen auflösen, wie es bei Knödeln aus gekauften Brötchen öfters der Fall war. Und darum sind Semmelknödel hier immer ein gern gesehenes “Restessen”.
Im August waren wir für ein Wochenende im schönen Schwabenländle unterwegs. Ein Teil meiner Familienwurzeln liegt im Schwäbischen und so muss ich dort auf jeden Fall Brezeln essen. Bei einem Zwischenstopp an einer Bäckerei entdeckte ich in der Auslage ein letztes Quarkbrötchen mit Emmer. Bis ich an die Reihe kam, war es allerdings schon ausverkauft und so habe ich stattdessen Briegel und Brezeln erstanden. Aber die Idee hatte sich in meinem Kopf festgesetzt. Da ich die Kombination von Dinkel und Emmer ganz besonders lecker finde, entstand relativ bald ein Rezept. Durch den Quark werden die Brötchen dabei schön saftig, ohne das man Gefahr läuft, dass sie Trockenbacken. Das Emmermehl gibt ihnen eine nussige Note und den Vollkornanteil von 30% sieht man ihnen dabei nicht an.
Seit drei Jahren mache ich mein Zwetschgenmus im Slowcooker. Das finde ich sehr entspannt, denn ich muss einfach nur abends die Zwetschgen entsteinen und den Slowcooker anstellen. Den Deckel lege ich quer auf, so dass er nicht ganz schließt. Nach 12 Stunden bei high ist dann der Zwetschgensaft gut einreduziert und nach dem Pürieren braucht es nochmal etwa drei bis vier Stunden, bis das Mus schön dick ist und abgefüllt werden kann.
