Auch das passiert manchmal bei uns: der Gefrierschrank ist leer, obwohl ich überzeugt war, das da noch Frühstücksbrötchen sein sollten. Und um neun Uhr abends setze nicht mal ich noch einen schnellen Vorteig für Brötchen an. Stattdessen habe ich eine schnelle Inventur der Küche gemacht und noch einige Salzkartoffeln des Vortages, Sahne und Eier aus dem Kühlschrank gezogen und einen Teig für süße Weckchen angesetzt. Wie bei meinem Lieblingszopf muss der Teig für eine leichte Formbarkeit für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank, kann aber auch gut über Nacht dort gehen. Genau das habe ich dann auch gemacht und am nächsten Morgen nach dem Aufstehen Weckchen geformt.
Und auch wenn ich eigentlich Brötchen mit einem vielschichtigeren Aroma bevorzuge, bin ich mit diesen Kartoffelweckchen sehr zufrieden. Durch die Sahne und die Kartoffeln bekommen sie eine hervorragende, feinporige und wattigweiches Krume, die sich in lange Fasern zerteilen lässt. Genau so mag ich meine Weckchen!
Das Rezept ist in Grundzügen ein Resteverwertungs-Rezept: In der Küche stand noch die angebrochene Flasche Malzbier vom
Schon immer habe ich versucht, so wenig Lebensmittel wie möglich wegzuwerfen. Und seit ich Brot backe, achte ich noch viel mehr darauf, dass kein Brot verschwendet wird. Natürlich wird manches Mal Brot altbacken oder es bleiben Brötchen übrig. Und dann wird das Brot getrocknet und später zu Semmelbröseln vermahlen (das geht nicht nur mit der elektrischen Reibe sondern auch im Mixer) und die Brötchen werden in möglichst feine Scheiben geschnitten und eingefroren. Denn seit ich selbstgebackene Brötchen verwende, habe ich nicht mehr das Problem, dass sich meine Knödel im Kochwasser in Wohlgefallen auflösen, wie es bei Knödeln aus gekauften Brötchen öfters der Fall war. Und darum sind Semmelknödel hier immer ein gern gesehenes “Restessen”.
Im August waren wir für ein Wochenende im schönen Schwabenländle unterwegs. Ein Teil meiner Familienwurzeln liegt im Schwäbischen und so muss ich dort auf jeden Fall Brezeln essen. Bei einem Zwischenstopp an einer Bäckerei entdeckte ich in der Auslage ein letztes Quarkbrötchen mit Emmer. Bis ich an die Reihe kam, war es allerdings schon ausverkauft und so habe ich stattdessen Briegel und Brezeln erstanden. Aber die Idee hatte sich in meinem Kopf festgesetzt. Da ich die Kombination von Dinkel und Emmer ganz besonders lecker finde, entstand relativ bald ein Rezept. Durch den Quark werden die Brötchen dabei schön saftig, ohne das man Gefahr läuft, dass sie Trockenbacken. Das Emmermehl gibt ihnen eine nussige Note und den Vollkornanteil von 30% sieht man ihnen dabei nicht an.
Seit drei Jahren mache ich mein Zwetschgenmus im Slowcooker. Das finde ich sehr entspannt, denn ich muss einfach nur abends die Zwetschgen entsteinen und den Slowcooker anstellen. Den Deckel lege ich quer auf, so dass er nicht ganz schließt. Nach 12 Stunden bei high ist dann der Zwetschgensaft gut einreduziert und nach dem Pürieren braucht es nochmal etwa drei bis vier Stunden, bis das Mus schön dick ist und abgefüllt werden kann.

Cornucopia, das Füllhorn, steht in der antiken Mythologie für den Reichtum und Überfluss und wird damit dem Herbst zugeordnet. Und an genau dieses Füllhorn musste ich denken, als ich die kleinen Teilchen mit einer Mischung aus Nüssen und Äpfeln füllte.
Kaum schlägt das Wetter auf “Herbst” um, habe ich auch schon wieder Lust auf Vollkorn. Und eine zuverlässige Kombination ist dabei Vollkorn, 
