Es ist Sommer, egal was das Wetter macht, denn der Erdbeer-Stand ist auf dem Albertus-Magnus-Platz wieder aufgetaucht. Und bei Angebotspreisen von fünf Euro für zwei Kilo Erdbeeren aus dem Kölner Umland habe ich nicht lange gezögert und ein Körbchen für den Liebsten gekauft. So hatten wir am Wochenende mehr als genug Erdbeeren zum Marmeladekochen. Und da ich aus Allergiegründen meine Finger von den süßen Früchten lassen muss, sind auch mehr als genug für einen kleinen Kuchen übrig geblieben.
Wenn ich Erdbeerkuchen für den Liebsten backe, dann mache ich gerne auch etwas beeriges für mich. In diesem Fall ist meine Wahl auf die Blaubeeren gefallen. Die Basis für den Kuchen habe ich mir (mit kleinsten Änderungen) bei Micha abgeguckt und die Holundersahne war eine spontane Eingebung, als ich die frisch abgefüllten Flaschen Holunderblüten-Sirup auf dem Küchentisch sah. Das zarte Holunderblüten-Aroma harmoniert sehr fein mit den Beeren und dem buttrig-zarten Sablé Breton. Ein feines Törtchen für faule Samstag-Nachmittage.
Ein Genetztes oder eingenetzes Brot gehört in die Kategorie der “Ausgehobenen” Brote, also Broten, die nach dem Formen direkt gebacken werden. Der Begriff Eingenetzt oder genetzt kommt dabei nicht von dem Wort “Netz” sonder von “Nass”, denn der weiche Teig wird am besten mit sehr nassen Händen und nassen Werkzeug bearbeitet. Der Teigling kommt so mit einer nassen Oberfläche in den Ofen, was zu einem schön glänzendem Brot führt. Traditionell wird der Teig dabei mit dem Schapf, einer Art Metallschüssel an einem Holzgriff, in den Ofen befördert.Da ich keinen Schapf zu meinem vielfältigen Küchenzubehör zähle, habe ich beim Backen des Genetzten auf eine kleine Salatschüssel zurückgegriffen und sie kräftig angefeuchtet. Das klappt ganz wunderbar.
Nachdem sich unser Jahr bisher als eher kräftezehrend präsentiert hat, haben der Liebste und ich spontan die letzte Woche im schönen Ostfriesland verbracht. Sonne, Wind und als einziges Geräusch zwitschernde Vögel sind genau die Dinge, die helfen, leere Akkus wieder aufzuladen. Zurück in heimischen Gefilden überkam mich die Lust auf eine Sonntagssüßigkeit zum Urlaubsausklang. Zum Glück fanden sich im Kühlschrank noch ein paar Eier, Cème fraîche und Sahne, im Gefrierschrank schlummerten Johannisbeeren vom Vorjahr (die jetzt eh verbraucht werden müssen). Und so standen nur zweieinhalb Stunden nach der Heimkehr leckere Windbeutel auf dem Kaffeetisch.
Ein weiteres Brot von der
Der 

Nachdem das Tourien der Tebirkes sich so unproblematisch gestaltet hatte, überkam mich am ersten Mai-Wochenende die Lust auf schöne Rosinenschnecken für den sonntäglichen Kaffee. Rosinenschnecken sind nun aber nicht unbedingt die Lieblingsspeise des Liebsten, da sie R-O-S-I-N-E-N enthalten. Also brauchte ich eine Füllung, die auch ohne Rosinen gut schmeckt. Nach kurzer Überlegung kam mir Creme Frangipane in den Sinn, eine Mischung aus einer Vanillecreme und einer Mandelmasse. Sie macht die Schnecken schön saftig – mit und ohne Rosinen.
Genetztes Brot, Baguettes, ein Brot mit “alten” Getreidesorten, Hefekuchen, westfälischer Bauernstuten, Sauerteig und Sauerteigbrote, Salzstangerl, Bagel und Basler Brot, das sind die Wünsche, die für den Brotbackkurs genannt wurden. Das genetzte Brot würde ich gerne als Sauerteigvariante backen, von daher möchte ich es ein wenig hinten anstellen, bis wir einen Sauerteig unser eigen nennen. Und Vollkornbrot und ein Körnerbrot stehen auch noch auf meiner persönlichen Wunschliste – so schnell gehen uns die Rezepte hier also nicht aus 🙂
Heute bin ich wirklich froh, dass der 1. Mai ein Feiertag ist, denn so schaffe ich es noch gerade eben am aktuellen 