Ähnlich wie in Ungarn wird auch in Siebenbürgen Baumstriezel gebacken und wird in der Familie heißgeliebt. Seit einiger Zeit besitzen wir darum zwei Baumstriezelhölzer, mit denen wir nach dem Ausräumen das Holzbackofens auf dem Aschekasten Baumstriezel backen können. Wenn man erst einmal den Dreh raus hat und zu zweit arbeitet (einer dreht das eine Baumstriezelholz, während der andere in der Küche das nächste vorbereitet), sind sie erstaunlich zügig gemacht.
Dieses Mal haben wir einen Teil des Lieblingszopf-Teigs zweckentfremdet, den er lässt sich gut vorbereiten und verarbeiten. Und so gab es zum Kaffee diese herrliche Köstlichkeit!




Fragt mich bitte nicht, wie ich auf diesen Brotnamen gekommen bin, ich weiß es nicht mehr. Vielleicht war es der kreuzförmige Einschnitt, der die Assoziation in mir geweckt hat. Das Rezept stammt wie viele der Sauerteig-Rezepte der letzten Monate aus einem auf Eis gelegten Buchprojekt, das mir momentan als Rezeptspeicher dient. Und dementsprechend ist es eine Weile her, dass ich mir den Namen ausgedacht habe.

Es wird mal wieder Zeit für ein einfaches Rezept, das auch für Anfänger mit wenig Ausstattung gut geeignet ist. Es sind Körnerstangen, ein Weizenmischbrötchen mit 20% Roggenanteil. Der Roggenmehlanteil ist der gering genug, um ohne Säure auszukommen. Für das Aroma darf der Brötchenteig über Nacht im Kühlschrank gehen. Ungeduldige lassen ihn alternativ eine Stunde bei Raumtemperatur gehen – der Geschmack wird aber dann nicht ganz so fein.